Medienermittlung deckt Verbindungen maltesischer Glücksspielanbieter zu illegalen Aktivitäten in Deutschland auf
Klara Baumann · Sep 28, 2026

Medienermittlung deckt Verbindungen maltesischer Glücksspielanbieter zu illegalen Aktivitäten in Deutschland auf

Ein internationales Medienteam hat durch gehackte Unterlagen der Malta Gaming Authority und der Curaçao Gaming Authority mehrere in Malta ansässige Glücksspielunternehmen mit mutmaßlich illegalen Online-Wettaktivitäten in Deutschland in Verbindung gebracht und dabei Platincasino als größtes illegales Casino des Landes identifiziert.
Die Recherchen stützen sich auf interne Dokumente die über Offshore-Strukturen den Betrieb ohne deutsche Lizenz ermöglichten und schätzen die ausstehenden deutschen Glücksspielsteuern auf rund 250 Millionen Euro. Eine damit zusammenhängende Polizeioperation im September 2026 führte zur Festnahme eines ehemaligen wirtschaftlich Berechtigten sowie zur Beschlagnahme von Vermögenswerten im Wert von etwa 82 Millionen Euro.
Hintergründe der Dokumentenanalyse
Die gehackten Datensätze stammen aus den Behördenarchiven Maltas und Curaçaos und zeigen detaillierte Verbindungen zwischen den Betreibern und dem deutschen Markt wo Online-Casinos ohne nationale Zulassung verboten sind. Behördenangaben zufolge nutzten die Firmen komplexe Firmenkonstruktionen um regulatorische Kontrollen zu umgehen während die Plattformen weiterhin auf deutsche Spieler ausgerichtet blieben.
Platincasino wird in den Unterlagen als zentrale Figur beschrieben da es über Jahre hinweg ohne gültige Lizenz agierte und dabei hohe Umsätze generierte. Die Ermittler konnten anhand der Datensätze Zahlungsströme nachverfolgen die direkt auf die Steuerschuld von 250 Millionen Euro hindeuten.
Die Rolle der maltesischen und curaçaoischen Behörden
Die Malta Gaming Authority und die Curaçao Gaming Authority hatten die betreffenden Lizenzen ursprünglich vergeben doch die gehackten Dokumente legen nahe dass interne Kontrollmechanismen versagten. Deutsche Behörden erhielten Zugang zu diesen Materialien und konnten daraus Rückschlüsse auf die illegale Geschäftstätigkeit ziehen während die Untersuchung länderübergreifend koordiniert wurde.
Experten die die Dokumente ausgewertet haben berichten von wiederkehrenden Mustern bei der Nutzung von Offshore-Gesellschaften die es erlaubten Gewinne abzuschöpfen ohne steuerliche Pflichten in Deutschland zu erfüllen. Die daraus resultierenden Verluste für den deutschen Fiskus werden auf die genannte Summe beziffert.
Polizeiliche Maßnahmen im September 2026
Im Zuge der Ermittlungen kam es im September 2026 zu einer koordinierten Polizeiaktion die zur Verhaftung des ehemaligen wirtschaftlich Berechtigten führte und gleichzeitig Vermögenswerte in Höhe von 82 Millionen Euro sicherstellte. Die Beschlagnahmen umfassten sowohl liquide Mittel als auch Immobilien und Beteiligungen die den Ermittlern als Beweismittel dienten.
Die Operation richtete sich gezielt gegen die Strukturen die Platincasino und verwandte Plattformen betrieben und zeigte wie eng die Verbindungen zwischen den maltesischen Firmen und dem deutschen Markt waren. Weitere Ermittlungen laufen und sollen klären ob zusätzliche Personen oder Unternehmen involviert sind.

Deutsche Strafverfolgungsbehörden arbeiten eng mit internationalen Partnern zusammen um die vollständige Aufklärung der Steuerhinterziehung und der illegalen Wettaktivitäten sicherzustellen. Die beschlagnahmten Assets dienen als Grundlage für weitere rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen.
Auswirkungen auf den deutschen Glücksspielmarkt
Die Enthüllungen haben in Fachkreisen zu Diskussionen über die Wirksamkeit bestehender Lizenzierungsverfahren geführt da mehrere Malta-basierte Anbieter nun im Fokus stehen. Die Untersuchung zeigt dass Offshore-Strukturen trotz regulatorischer Bemühungen weiterhin genutzt werden konnten um den deutschen Markt zu bedienen.
Statistiken der beteiligten Behörden deuten darauf hin dass der Fall Platincasino nur einen Teil eines größeren Netzwerks darstellt und ähnliche Konstruktionen bei anderen Firmen ebenfalls geprüft werden. Die Steuerschuld von 250 Millionen Euro verdeutlicht das finanzielle Ausmaß solcher Praktiken.
Internationale Kooperation bei der Aufklärung
Die Medienermittlung erfolgte in Zusammenarbeit mit Behörden aus mehreren Ländern und nutzte die gehackten Dokumente als zentrale Quelle. Durch die Verknüpfung von Daten aus Malta und Curaçao konnten die Ermittler ein detailliertes Bild der Geschäftsmodelle zeichnen die auf illegale Weise in Deutschland operierten.
Die Festnahme im September 2026 und die parallel erfolgten Beschlagnahmen markieren einen wichtigen Schritt in den laufenden Verfahren und unterstreichen die Bedeutung grenzüberschreitender Ermittlungen bei grenzüberschreitenden Glücksspielaktivitäten.
Zusammenfassung der Erkenntnisse
Die vorliegenden Fakten aus den gehackten Unterlagen und den polizeilichen Maßnahmen zeichnen ein klares Bild der mutmaßlichen illegalen Aktivitäten und ihrer finanziellen Konsequenzen. Platincasino wird als größter illegaler Anbieter in Deutschland genannt während die Steuerschuld und die beschlagnahmten Vermögenswerte das Ausmaß der Operation illustrieren.
Die internationale Medienuntersuchung bleibt auf weitere Entwicklungen ausgerichtet und liefert kontinuierlich neue Details zu den Verbindungen zwischen den maltesischen Unternehmen und dem deutschen Markt. Die Ereignisse im September 2026 haben gezeigt wie effektiv koordinierte Maßnahmen bei der Verfolgung solcher Fälle sein können.